Eine Besonderheit im Kinderheim Friedau ist der stiftungseigene Landwirtschaftsbetrieb. Was vor Jahrzehnten und historisch bedingt zur Existenzsicherung der Institution beitrug, wird heute durch den Einsatz moderner Anbau- und Betriebsmethoden und unter agogischem Einbezug des Kernauftrags geführt. Der Landwirtschaftsbetrieb zeichnet sich durch seine Nutztiere und eine Vielfalt im Ackerbau aus. Als wichtiges Standbein gelten die Milchkühe, welche mit silofreiem Futter versorgt werden. Wesentliche Produktionsfaktoren sind zudem die Schweinemast, die Saatkartoffeln, der Getreideanbau und der Raps. Weiter wird jedes Jahr ein Feld mit diversen Blumen angelegt zum Selberpflücken.

Die Tierhaltung, das ca. 21 ha grosse Ackerland und der 4 ha grosse Wald werden nach aktuellen ökologischen Erkenntnissen bewirtschaftet. Die Landwirtschaft erfüllt die Auflagen des Labels IP-Suisse. Die Sozialpädagogen der Wohngruppe und des Betreuten Wohnens sind aufgefordert, die agogischen und tiergestützten Möglichkeiten der Landwirtschaft zu nutzen. Die Landwirte organisieren ihre Arbeit derart, dass sie sowohl die Kinder und Jugendlichen wie auch die Elternteile bei ihren Tätigkeiten jederzeit anleiten können.

Der Technische Dienst erfüllt im Kinderheim Friedau wichtige Aufgaben und ist beispielsweise für die wohlige Wärme in den Häusern verantwortlich oder er erledigt Reparaturen für die gesamte Institution. Weiter ist er für die Sauberkeit und den Unterhalt auf dem Friedau-Areal besorgt.